Kategorie: Aktionen und Veranstaltungen

In Potsdam finden fast tagtäglich Aktionen und Veranstaltungen der Stadtgesellschaft statt. Bürger*innen informieren, organisieren Feste und Aktionen. Sie engagieren sich für eine soziale, kreative, solidarische Stadt. Hier veröffentlichen wir ihre Termine, berichten über Aktionen und Veranstaltungen.

  • Solidarische Antworten statt rechter Schwurbelei!

    Ja, hier geht es natürlich um diese Stadt!
    Wer bestimmt das Klima und die öffentliche Meinung in Potsdam? Ist die Stadt ein Ort, wo Menschen solidarisch, sozial und vielfältig leben und wohnen können?
    Oder bestimmen soziale Ausgrenzung, Verschwörungsideologien und inhumane Werte die öffentliche Debatte.
    In Anbetracht einer katastrophalen, von neoliberalen Wirtschaftsinteressen getragenen Coronapolitik wittern Rechtsextreme und Coronaleugner Morgenluft und wollen in Potsdam dauerhaft demonstrieren.

    Wir dokumentieren den Aufruf der „Die Patient:innen gegen die kapitalistische Leidkultur“ gegen eine Kundgebung der AFD am Samstag, den 4. Dezember 2021 auf dem Alten Markt in Potsdam!
    Kommt alle, macht die Kundgebung der AFD zum Desaster und zeigt mit uns solidarische Alternativen!

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  • Diesmal auf Herrmannswerder: Hat uns eigentlich jemand gefragt?

    Bei der Stadtverordnetenversammlung am 1. Dezember 2021 soll unter anderem ein Aufstellungsbeschluss über die künftige Bebauung auf der Insel Herrmannswerder vorgestellt und wohl auch beschlossen werden.
    Darin sind wohl weitereichende neue Bebauungen – vor allem durch die Hofbauer – Stiftung vorgesehen, welche das Landschaftsschutzgebiet gefährden und vor allem die Verkehrssituation auf der Insel völlig verändern könnten.
    Die Bewohner*innen wurden mal wieder nicht einbezogen – wie üblich in Potsdam.

    Wir dokumentieren ein Schreiben von Bewohner*innen auf Herrmannswerder an die Stadtverordnetenversammlung und die Dokumente für die SVV.

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  • Verrat! … ein Notruf für den Klimaschutz!

    Die Ampelkoalition hat eine Koalitionsvertrag vorgelegt. In ihm kommt das Wort Klimaschutz x mal vor. Das ist gut, aber nicht genug. Vieles steht unter Vorbehalt. Die Klimakonferenz COP 26 hat vieles gebracht, nur nicht klare Verträge zur Treibhausgassenkung oder zu Sanktionsmechanismen für die Staaten, die weiterhin mehr Ausreden als Taten an den Tag legen.

    Klimaschutz ist eine globale Aufgabe, die auch lokal verantwortet wird. Da immer noch zu wenig passiert haben vier junge Frauen dazu aufgerufen, eine Petition zu unterschreiben. Diese soll den Druck auf die Politik erhöhen. Es sei „Alarmstufe Rot“ für die Erde. In der Petition finden die Klima-Aktivist*innen klare Worte und sprechen von „Verrat“. So beschreiben junge Menschen auf der ganzen Welt das Versagen unserer Regierungen bei der Reduzierung der Kohlenstoffemissionen.

    Avaaz – Unterzeichnen Sie den Notruf für den Klimaschutz!

    Die Petition wurde zum Start des UN-Klimagipfels im schottischen Glasgow veröffentlicht. Mittlerweile hat die Petition mehr als 1,8 Millionen Unterschriften aus der ganzen Welt gesammelt – und es werden immer mehr.

    „Millionen werden leiden, während unser Planet verwüstet wird – eine erschreckende Zukunft, die durch die Entscheidungen, die Sie treffen, geschaffen oder vermieden wird. Sie haben die Macht zu entscheiden“, heißt es in dem Aufruf an die führenden Politiker der Welt. Es ist aber auch ein Weckruf für die Stadtpolitik.

    Ökologisches, energie- und ressourcensparendes Bauen, Bauen im Bestand – Fehlanzeige. Mehr Grün in der Stadt, eine Baumschutzsatzung, die ihren Namen verdient – Fehlanzeige. Es gebe noch mehr Beispiele und Fehlanzeigen.

    Den Klimanotstand ausrufen, aber nichts tun, das ist der Verrat, von dem die junge Generation weltweit spricht!

    von Oskar Werner

    P.S. vom 02.12.21: Die heutige Veranstaltung des Stadt-Forum-Potsdam machte deutlich, dass alle Externen wissen, worum es geht und wir dass wir jetzt handeln müssen, während die Verantwortlichen vom Morgen reden.

    02.12.2021 | Livestream Stadtforum Potsdam | Klimaneutrale Stadtentwicklung für Potsdam – YouTube

  • Ein Jahrestag der Schwächen offenbart (NSU)

    Ein Klimacheck des gesellschaftlichen Miteinanders. Wir dokumentieren den Demo-Aufruf der emanzipatorischen Antifa Potsdam

    Aufruf zur Demo und Gedenkkundgebung anlässlich des 10. Jahrestag der „NSU“-Selbstenttarnung am 04.11.21 ab 17 Uhr in Potsdam

    Am 4.11.2021 jährt sich die Selbstenttarnung des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds zum 10. Mal. Die Täter:innen ermordeten mindestens 10 Menschen zum Opfer: Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat und Michele Kiesewetter.

    Seitdem ist einiges passiert. Es haben Betroffene ihre Stimme erhoben und punktuell Solidarität erhalten. Aber nur wenig lässt darauf hoffen, dass in Zukunft neonazistischen Terrorzellen das Morden erschwert wird.

    Hierzu zählt, dass der NSU nicht als Terrorzelle in einem Netzwerk verhandelt wurde, nicht vor Gericht in München und nicht in den diversen Untersuchungsausschüssen der Landtage in u.a. Brandenburg. Es war neben dem gesellschaftlichen Klima der 90er Jahre die Einbindung einer Vielzahl von Neonazis, welche das Leben und Morden des Kerntrios im sogenannten “Untergrund” erst ermöglichten. Von Krankenkassenkarten bis hin zu Waffen und gemeinsamen Konzertbesuchen reichte die Zusammenarbeit.

    Die Einbindung staatlicher Stellen (vom bspw. Brandenburgischen Verfassungsschutz und der Bundesverfassungsschutz, bis zum Berliner LKA und dem Militärischen Abschirmdienst) bzw. ihr zeitlich gut geplantes “Wegsehen” wurde und wird nicht angemessen aufgearbeitet. Es häuften sich die Schredderaktionen in Archiven und Beamt:innen mit auffallenden Erinnerungslücken, zumeist ohne Konsequenzen für Laufbahn und Leben der daran Beteiligten.

    Und auch heute zeigen staatliche Stellen wenig bis kein Interesse daran, neonazistisch motiviertes Morden zu verhindern. Anders sind die massenweise auftretenden “Einzelfälle” rassistischer und antisemitischer Chatgruppen von Polizist:innen und Soldat:innen nicht zu erklären — auch nicht der geringe staatliche Willen zur Aufklärung über neonazistische Geheimbünde, sogenannte Preppergruppen, wie die Gruppe Nordkreuz. Diese Gruppe verfügte (und verfügt vermutlich immer noch) nicht nur über massenweise Waffen und Munition, sondern beschaffte sich sogar Material zum Umgang mit Leichen.

    Daneben entschied sich in einigen Brandenburger Wahlkreisen jede 4. Wähler:in für die rassistische und mindestens in Teilen faschistische AfD. Es ist die AfD in Zusammenarbeit mit Teilen der CDU und sogar der SPD (Stichwort Sarrazin), welche den politischen Nährboden für neonazistische Täter bildet. Angefangen bei Hasskommunikation in sozialen Medien über Entmenschlichung von Teilen der Bevölkerung und Gewalt- sowie Morddrohungen und schlussendlich Morde, haben sich rechte Bedrohungsallianzen gebildet.

    Gegen dieses Ungetüm des Gesamtproblems wird keine Polizei, kein sogenannter Verfassungsschutz und kein Gericht wirkungsvoll vorgehen können oder vorgehen wollen. Es sind wir, die wir das Gedenken an die Opfer des NSU am Leben erhalten müssen, genauso wie wir es sind, die gegen Neonazis, Rassist:innen und Antisemit:innen vorgehen müssen.

    Kommt deshalb zur Gedenkkundgebung und Demo am 04.11.2021 ab 17.00 Uhr am Steubenplatz am Landtag Brandenburg!

  • Reformationstag 80 Thesen

    Anlässlich des heuteigen Reformationstages veröffentlichen wir noch einmal die „80 Thesen zum Reformationstag 2018 und zum Wiederaufbau der Garnisonkirche“.

    Vor drei Jahren war die Veröffentlichung in eine gemeinsame Friedensandacht der Profilgemeinde „Die Nächsten“, der Initiative „Christen brauchen keine Garnisonkirche“, der Martin-Niemöller-Stiftung, des „Vereins zur Fördervereins antimilitaristischer Traditionen in der Stadt Potsdam e.V.“ und der BI „Potsdam ohne Garnisonkirche“ eingebettet.

    Die Thesen haben ihre Botschaft und Ernsthaftigkeit bis heute nicht eingebüßt. Die 1. der 80 Thesen stammt von Martin Luthers Thesenanschlag vom 31.10.1517. und lautet:

    „Denn durch ein Werk der Liebe wächst die Liebe und wird der Mensch besser, aber durch den Turmbau wird er nicht besser, sondern nur eitler. (nach Lutherthese 44)“

    Der moderne Thesenanschlag endet mit:

    „Lasst uns ein Haus der Geschichte, Mahnung und Erinnerung bauen – ohne Turm!“

    Hier der Download zu den 80 Thesen gebündelt und einzeln:

  • Filterblasen

    Wir dokumentieren: Rede bei der Kundgebung zum 2. Jahrestag der Besetzung des Hauses in der Feuerbachstraße 36 in Potsdam:

    Kritische Stadtpolitik in Potsdam fühlt sich schon seit Jahren so an, als wenn die Stadtgesellschaft auf der einen sowie Politik und Verwaltung auf der anderen Seite in völlig verschiedenen Welten leben.

    In der digitalen Sprache nennt man das wohl Filterblasen.

    Filterblasen zeichnen sich dadurch aus, dass einem ein entsprechender Algorithmus die eigene Sicht immer wieder neu bestätigt und nur Positionen wiedergibt, die ähnlich der eigenen sind.

    Im Grunde stehen wir hier vor so einer Filterblase. Vor zwei Jahren haben Aktivist*innen dieses leerstehende Haus besetzt und damit auf Leerstand, Spekulation, steigende Mieten und eine Politik verwiesen, die nichts dagegen tut.

    Heute stehen wir hier vor dem leerstehenden Haus und verweisen auf Leerstand, Spekulation, steigende Mieten und eine Politik, die noch immer nichts dagegen tut.

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  • Feuerbachstraße: 2 Jahre nach der Besetzung hat sich nix geändert.

    Wir dokumentieren: Aufruf zur Kundgebung am 24. Oktober 2021, ab 14 Uhr Feuerbachstraße in Potsdam West

    Zwei Jahre ist es nun her, dass die Feuerbachstraße 36 besetzt wurde! Außer dass Auseinandersetzungen zwischen Besitzenden und dem Bauamt öffentlich gemacht wurden, ist seit der Räumung scheinbar am und im Haus nicht viel passiert. Es steht immer noch leer während es nach wie vor an bezahlbarem Wohnraum sowie Räumen für kollektive, künstlerische Prozesse und antikapitalistische gelebte Demokratie mehr als mangelt.

    Natürlich wäre es viel schöner den zweiten Geburtstag der feubi36 mit Konzerten, Workshops, offener Fahrradwerkstatt, Ausstellungen, den ersten Bauerfolgen, Nachbarschafts-Café und Küfa IN der Feuerbachstraße 36 und dem weitläufigen Garten als fest etablierte Begegnungsstätte im Kiez und darüber hinaus zu feiern! Um diesen Utopien wenigstens einen Hauch von Leben zu geben, soll am 24.10.2021 ab 14h eine Kundgebung stattfinden. Mit Redebeiträgen und Küche für Alle vor dem Haus wollen wir gemeinsam den Versuch feiern und erneut auf die Missstände aufmerksam machen, die in dieser Stadt der Normalzustand sind.

    Kommt vorbei, kommt ins Gespräch, seid laut!

    Meldet Leerstand wie diesen: leerstandsmelder@potsdam-stadtfueralle.de

    Hier noch einmal die hochaktuelle Erklärung der Besetzer*innen vor zwei Jahren:

  • „Friedensgarnisonkirche? – Über den Zusammenhang von Religion und Militär“

    Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg lädt zu einem antimilitaristischen Stadtrundgang, Vortrag und Diskussion über den Zusammenhang von Religion und Militär ins Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum ein. Die zweiteilige Veranstaltung findet in Kooperation mit dem alternativen Lernort-Garnisonkirche statt.

    Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Garnisonkirche war bis zu ihrer Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkriegs die wichtigste Militärkirche in Deutschland. Direkt nach der Wende begannen prominente Persönlichkeiten, ihren Wiederaufbau zu forcieren. Als sich dagegen Widerstand erhob, kam der widersprüchliche Gedanke auf, die Garnisonkirche zwar als ruhmreiche Haus- und Hofkirche der Hohenzollernmonarchie wiederzuerrichten, sie gleichzeitig aber zu einer Friedenskirche und einem demokratischen Versöhnungsort zu erklären. Blickt man in der Geschichte zurück, wurden ausnahmslos alle Kriege, für die in der Garnisonkirche gepredigt und gebetet wurde, mit dem Argument des Friedens begründet.
    Der Diskussionsabend nimmt die letztes Jahr erfolgte Zusicherung einer Spende aus dem Wehretat des Verteidigungsministeriums in Höhe von 350.000 Euro zum Anlass, um über das Verhältnis von Religion und Militär nachzudenken.

    Donnerstag, 7. Oktober 2021, 17:30 bis 21 Uhr
    Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum, Dortustraße 46, 14467 Potsdam

    17:30 Uhr: Antimilitaristische Stadtführung durch Potsdams Innenstadt mit Carsten Linke (Verein zur Förderung antimilitaristischer Tradition), Treffpunkt: Vor dem Rechenzentrum
    19:30 Uhr: „Friedensgarnisonkirche? Über den Zusammenhang von Religion und Militär“
    Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Horst Junginger (Religionswissenschaftler an der Universität Leipzig; Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Lernortes),
    Moderation: Carsten Linke
    Im Anschluss Gespräche rund um den Lernort Garnisonkirche

    Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bitte an: info@bbg-rls.de<mailto:info@bbg-rls.de> oder 0331-8170432

  • Leerstandsmelder Potsdam – Spekulativen Leerstand beenden!

    Es gibt in Potsdam viele leerstehende Häuser und Wohnungen sowie Hunderte Ferienwohnungen und „Möblierte Wohnungen“, die für horrende Preise und immer nur kurzzeitig und befristet vermietet werden. Alles wertvoller Wohnraum, der den verzweifelten Wohnungssuchenden in Potsdam nicht zur Verfügung steht. Dieser spekulative Leerstand muss endlich beendet werden!
    Meldet Ihn!:

    leerstandsmelder@potsdam-stadtfueralle.de

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  • Rechtes Symbol unter Denkmalschutz

    Neues Gutachten und Fachaufsichtsbeschwerde zum Potsdamer Glockenspiel

    Vortragsfolie zum Spendenaufkommen für das Glockenspiel

    Heute stellten Prof. Phillip Oswalt und Carsten Linke in einer Pressekonferenz am alternativen Lernort-Garnisonkirche im Rechenzentrum das neue Gutachten zum Potsdamer Glockenspiel vor. Gleichzeitig erläuterte Herr Oswalt, der gemeinsam mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlik eine Fachaufsichtsbeschwerde bei der Kulturministerin gegenüber dem Landesdenkmalamt eingereicht hat, die Beweggründe für dieses Verfahren.

    Wir dokumentieren die Pressemitteilung:

    Die Form der kürzlich erfolgten denkmalpflegerischen Unterschutzstellung des Glockenspiels auf der Plantage ist ein weiterer Schritt eines seit 30 Jahren fortgesetzten kollektiven Versagens der Potsdamer (Stadt-)Gesellschaft bei der notwendigen Abgrenzung von extremistischen Kräften am rechten Rand. Das Objekt ist nicht nur das erste unter Schutz gestellte Objekt der „Neuen Rechten“, es ist auch Symbol des „Potsdamer Handschlags“, des Schulterschlusses von erheblichen Teilen der Gesellschaft mit Gruppierungen am rechten Rand.

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