Kategorie: Bürger:innen- und Mieter:inneninitiativen

Hier dokumentieren wir Aktionen, Forderungen und Stimmen der vielen stadtgesellschaftlichen Initiativen.Ob zur geplanten Verkleinerung des Strandbads Babelsberg, zum Staudenhof, in den Kämpfen um eine „Stadtmitte für alle“ und gegen einen barocken Stadtumbau – immer wieder melden sich Büger*inneninitiativen zu Wort, um ihre Positionen öffentlich zu machen. Hier geben wir ihnen ein Podium.

  • Soziale Erhaltungssatzungen für Potsdam

    Modellantrag: Teltower Vorstadt

    Nachdem in Potsdam viele Jahre lang Erhaltungssatzungen fast immer nur auf den Erhalt äußerer Merkmale orientiert haben, scheint es jetzt einen ernsthaften Ansatz dafür zu geben, rechtssichere „Soziale Erhaltungssatzungen“ auf den Weg zu bringen.
    Bisher gibt es nur für Babelsberg Nord und Süd eine sehr unsichere Verordnung aus dem Jahr 1992, wo der gesamte § 172 Grundlage einer Erhaltungssatzung ist und die „Erhalt der Zusammensetzung der Bevölkerung“ als Ziel benannt wird. (wir haben diese Dokumente bereits veröffentlicht)

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  • Wem gehört die Stadt?

    Das Netzwerk „Stadt für alle“ hat eine Broschüre von Texten und Analysen darüber herausgebracht, wie „Investoren die Stadt verändern“.

    Die Broschüre gibt es ab nächste Woche im Printformat im Sputnik, im Freiland, im Rechenzentrum und im Projekthaus. Gern schicken wir Euch ein welche für Eure Aktionen zu.
    Hier gibt es sie zum Runterladen:

  • Sich politisch einmischen kostet Geld …

    ... deshalb bitten wir Euch, uns zu unterstützen!

    Ja, bisher hat das alles so geklappt: Wir haben zusammen gelegt, haben auch mal einen Zuschuss bei kleinen Stiftungen beantragt, haben viel eigene Zeit und Mittel reingesteckt.
    Jetzt brauchen wir aber mal Eure Unterstützung!
    Die Gebühren für die Abmahn – und Unterlassungsverfügung von Trockland betragen 865 € (das Problem haben wir unten noch einmal aufgegriffen!), die Gestaltung und der Druck der Broschüre „Wem gehört Potsdam?“ , die wir demnächst rausbringen werden wird auch etwa 800 € kosten.

    Deshalb bitten wir Euch um Unterstützung!
    Wir wollen im Herbst auch eine Soliparty machen (na, welches Haus hat Lust, Zeit und Interesse??), aber aktuell brauchen wir ein wenig „Kleingeld“, um weiter für eine andere Idee von Stadt zu kämpfen.

    Dazu können wir dieses Konto nutzen:

    Initiative Grundrechte
    MBS Potsdam
    BIC: WELADED1PMB
    IBAN: DE97160500003502022983
    Zweck: Spende Stadt für alle

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  • BERnisonkirche soll weitere Steuergelder verschlingen

    Wir dokumentieren: Pressemitteilung der Bürgerinitiative für ein Potsdam ohne Garnisonkirche.
    Außerdem ein erster Kommentar eines Lesers unseres Blogs

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  • Immobilien-Konzern mahnt Netzwerk ab!

    Die Trockland Management GmbH – vertreten durch eine Rechtsanwaltsgesellschaft vom Potsdamer Platz 1 in Berlin – schickte am 04.07. eine Unterlassungsverfügung an den Mediamaro e.V. und forderte eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung binnen dreier Werktage ein. Warum?

    Die Trockland Management Gmbh steht in Verbindung mit dem RAW-Projekt in Potsdam und der Mediamaro e.V. ist unser netztechnische „Heimat“. Eigentlich steht www.potsdam-stadtfueralle.de im Focus des Immobilienkonzerns, weil wir verschiedene „RAW-Dossiers“ zu Jahresbeginn veröffentlicht haben.

    Das Vorgehen der Anwälte passt zur öffentlichen Debatte um die Rolle von Immobilienkonzernen in deutschen Städten. Wie groß muss eigentlich deren Angst vor Image-Verlust sein, oder gar darüber, dass durch intensive Recherchen ans Licht kommen könnte, dass doch nicht alle Geschäftsgebaren „sauber“ sind.

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  • „Tabubruch Garnisonkirche“

    Wir dokumentieren und empfehlen: Interview mit Philipp Oswalt, Professor für Architekturtheorie und bis 2014 Leiter der Bauhausstiftung Dessau über „rechte Architektur“

    Das Interview erschien gerade in der Zeitschrift „Monopol – Magazin für Kunst und Leben“. Neben vielen interessanten Aussagen zu den Zusammenhängen von Architektur, rechten Infrastrukturen und Stadtentwicklung enthält das Interview vor allem klare Aussagen zum Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam.
    Hier ist das ganze Interview:

    https://www.monopol-magazin.de/der-wiederaufbau-der-garnisonskirche-ist-ein-absoluter-tabubruch

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  • Fest der Kunst und Kulturen am 18. Juni im Staudenhof

    Das Haus Am Alten Markt 10 entwickelt sich zusehends zum wichtigen kulturellen Anker der Innenstadt. Fast täglich ist das Begegnungscafé „Staudenhof“ geöffnet und lädt zu einem vielfältigen Programm ein. Entsprechend reicht die Anziehung dieses Kulturhauses bis an Potsdams Stadtränder und spricht unabhängig von Nationalitäten, Alter und Geschlecht die Menschen an. Zu den vielen Festen, welche vor allem in der wärmeren Jahreszeit in den Staudenhof einladen, zählt auch das Fest der Kunst und Kulturen am 18. Juni ab 16 Uhr. Verschiedenste Nationen stellen ihre traditionelle Bekleidung, kulinarische Besonderheiten und Musikrichtungen vor, Kunst wird ausgestellt, kann erworben werden und gemeinsam neu geschaffen. Eingeladen sind alle, um den kulturellen Reichtum zu feiern, der in Potsdams Mauern Einzug gehalten hat und der bereits seit langem hier zuhause ist.

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  • Ehrenamtspreis 2019

    … für eine liebenswerte „Stadt für ALLE“

    Die Aktiven der Steuerungs- und Lenkungsgruppe im Prozess zur Machbarkeitsstudie für ein neues KreativQuartier haben am gestrigen Donnerstag eine „Anerkennung“ beim Ehrenamtspreis bekommen. Dieser Preis verursacht bei mir zwiespältige Gefühle. Sicherlich ist der verdient. Es wurden viel Zeit und Nerven investiert. Doch es gibt eine beängstigende Parallelität:

    2018 bekamen das Bündnis Mietenstopp und die Initiative „Stadtmitte für Alle“ eine Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement in der Kategorie „Entwicklung der Quartiere“. Im gleichen Jahr wurde die Fachhochschule abgerissen.

    Jetzt bekommen die „Kreativen“ diesen Preis. Wenige Wochen nachdem erneut der Abriss des Rechenzentrums in der Stadtverordnetenversammlung bekräftigt wurde.

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  • Alles bleibt wie es ist?

    Ein Wochenrückblick auf Potsdam

    Nach der Kommunalwahl sprechen Viele von der Chance auf eine neue „linke Mehrheit“ in der Stadtverordnetenversammlung. SPD, Grüne und Linke kommen zusammen auf über 50 % der Stimmen.

    Ein kritischer Blick auf deren Stadtpolitik der vergangenen Jahre und leider auch der letzten Tage zeigt allerdings, dass in dieser Schublade „links“ eher investorenfreundliche, neoliberale, konservative Realpolitik steckt.

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  • Zu viel Ehre:

    Liebe MAZ: Das Netzwerk „Stadt für alle“ hat gestern keine Häuser besetzt!

    Wie immer bietet unser Blog eine Plattform für alle Menschen und Initiativen, welche sich für bezahlbare Wohnungen, Freiräume, gegen den Ausverkauf der Stadt und die barocken Fakebauten in der Stadtmitte wenden.
    Deshalb haben wir selbstverständliche die Presseerklärung der Besetzer*innen gestern dokumentiert und über die Aktionen auf Twitter berichtet.

    Aber natürlich heißt dies nicht, dass das Netzwerk hinter der Aktion gestern steht!
    Kürzlich haben wir Briefe der Grünen und der Linken Abgeordneten Frau Tack zur Stadtpolitik veröffentlicht. Dies bedeutet aber doch nicht, dass wir plötzlich glühende Anhänger dieser Parteien sind. Wir halten es aber für wichtig, kritischen Stimmen einen öffentlichen Raum zu geben und das zu schreiben, was anderswo viel zu oft verschwiegen wird.

    Und: Selbstverständlich finden wir die Aktionen gestern sehr wichtig und ein Zeichen, was in dieser Stadt alles schief läuft. Eine kommunale Politik, welche noch immer die Stadt an Investor*innen verscherbelt und Gemeinschaftsprojekte verhindert wird diese Reaktion auch in Zukunft geradezu herausfordern.
    Aber glücklicherweise gibt es in Potsdam ganz viele verschiedene Akteure, welche sich gegen diese neoliberale Stadtpolitik wenden.
    Die Ehre gestern aktiv geworden zu sein gehört ihnen.