Kategorie: Recherchen

Wir bringen Licht ins Dunkel! Immobilienkonzerne und internationale Investor*innen sind auch in Potsdam aktiv und verstecken sich viel zu oft hinter undurchsichtigen Beteiligungsgeseelschaften, Investmentfonds, Immobilienverwaltern. Wer hier in Potsdam den schnellen Profit mit Spekulation, Geldwäsche und Steuervermeidungsmodellen sollte wissen: Wir sind da und kennen Eure Geschäfte. Hier findet Ihr unsere bisherigen investigativen Recherchen. Viel mehr und überregional findet Ihr hier: https://correctiv.org/wem-gehoert-die-stadt/

  • Unsere Halbjahresbilanz 2021

    Hauptthemen für unser Potsdamer Netzwerk „Stadt für alle!“ waren im 1. Halbjahr: das RAW-Projekt, der Housing Actions Day, das Thema Wohnen in Potsdam mit seinen zahlreichen Facetten und Problemen (ProPotsdam u.a.), die Garnisonkirche, das Rechenzentrum, Corona mit seinen Auswirkungen (z.B. für die Kulturszene) und die ersten Wahlkampfaspekte.

    Der Rückblick zeigt auch, was alles unerledigt geblieben ist! So z.B. die Einbeziehung der Stadtgesellschaft beim Thema Kirchenschiffalternative. Es fehlt immer noch an einem klaren Bekenntnis zum Kompletterhalt des Rechenzentrums. Eine Milieuschutzsatzung fehlt ebenfalls noch. Das Baulandmodell bleibt vieles schuldig. Es wirft keine Sozialwohnungen ab. Hinter Krampnitz müssen Fragezeichen gesetzt werden. Ebenso hinter dem Grundanstrich der Grünen, denn ihre Politik ist alles andere als ökologisch-grün. Das wurde am Bsp. Staudenhof deutlich.

    Es gibt noch viel zu tun!

    Hier der Rückblick im Überblick:

  • Vonovia in Potsdam

    Es ist kein Zufall, dass wir den Aktionstag „Mietenstopp“ am Samstag, den 19. Juni 2021 im Kirchsteigfeld machen wollen.
    1.600 der rund 2.400 Wohnungen dort gehören dem größten deutschen Immobilienkonzern.

    Auch im Kirchsteigfeld gab es seit Jahren Beschwerden der Mieter*innen zu überhöhten und undurchsichtigen Betriebskostenabrechnungen, zu Mieterhöhungen bei Neuvermietungen, dass notwendige Modernisierungen aufgeschoben werden. Die MAZ hat das dokumentiert:
    https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Wohnungskonzern-in-der-Kritik
    – und wir bekommen immer wieder Mails von Mieter*innen.

    Hier dokumentieren wir einen offenen Brief von mehr als 20 Mieter*inneninitiativen an die Vonovia:

    Und hier ist der Flyer, den wir am Samstag bei den vielen Vonovia – Mieter*innen verteilen werden:

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  • Potsdam ist überall!

    Es gibt einige richtig gute neue Recherchen zum Mietenwahnsinn in Deutschland und Europa.
    Sie zeigen, dass, was wir für Potsdam recherchiert haben gilt natürlich auch in Berlin, Hamburg und in vielen europäischen Städten.
    Internationale Finanzinvestoren verändern den Wohnungsmarkt mit dramatischen sozialen Folgen, die „Politik ist in allen Städten ähnlich ratlos“ und das Mantra „Bauen, Bauen, Bauen“ hilft überhaupt nicht.

    Wir dokumentieren:

    Die gemeinsame Recherche von Journalist*innen in 16 europäischen Städten:

    https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/mietmarktlabor-berlin-wie-internationales-investment-den-mietmarkt-veraendert/

    Artikel und Analysen zur Frage, für wen eigentlich neu gebaut wird:

    https://www.mopo.de/hamburg/neubauwohnungen-nur-noch-fuer-gutverdiener-wo-mieter-richtig-draufzahlen-muessen-38330610?originalReferrer=https://t.co/

    https://www.immowelt-group.com/presse/pressemitteilungenkontakt/immoweltde/2021-1/neubau-vs-bestand-gut-100-euro-mehr-miete-in-essen-und-duesseldorf-rund-300-euro-in-muenchen-und-stuttgart/

    Und: Es werden immer mehr möblierte Wohnungen gebaut – auch das keine neue Erkenntnis für Potsdam:

    https://www.immobilien-zeitung.de/1000079017/marktanteil-moeblierten-wohnungen-wird-immer-groesser

    Ein abschließendes Statement aus der Tagesspiegel – Veröffentlichung wollen wir Euch aber nicht vorenthalten:

    „Der Geldstrom in den Wohnungsmarkt wird zu einer Art selbsterfüllenden Prophezeiung. Weil die Wohnungspreise steigen, können sich weniger Leute eine leisten. Die, die es noch können, werden aus Angst vor hohen Mieten trotzdem versuchen, eine zu kaufen, was den Preis noch weiter steigert. Also wohnen langfristig wahrscheinlich eher mehr Leute zur Miete. Und das macht Wohnungen aus Investmentsicht noch rentabler.

    Das ist die Sicht von oben. Am Boden, bei den Leuten, wo die Wohnungen nicht Investment heißen, sondern Zuhause, führt die Kapitalverschiebung zu tiefen Rissen im Stadtleben. Denn bevor Wohnungen erst zu Paketen von Hunderten, dann Tausenden geschnürt, renoviert, vermietet und weitergehandelt werden können, sind oft diejenigen im Weg, die darin wohnen.“


  • Potsdam versucht es noch nicht mal…

    Potsdam nach dem Aus für den Mietendeckel in Berlin:
    Alles ist besser, als nichts zu tun!

    Am Donnerstag dieser Woche hat das Bundesverfassungsgericht den Berliner Mietendeckel für nichtig erklärt.
    Hat das was mit Potsdam zu tun?

    Ganz bestimmt.
    Seit Jahren weichen große Immobilienkonzerne nach Potsdam aus, weil ihnen in Berlin zu strenge Regeln gesetzt werden.
    Seit Jahren nutzen Immobilienkonzerne und Finanzinvestoren die fehlenden Regeln in Potsdam aus, um hier Häuser zu kaufen, Anlageobjekte zu errichten, Mietwohnungen in Möblierte – und Eigentumswohnungen umzuwandeln.

    Und jetzt sagt das Bundesverfassungsgericht eben diesen Immobilienbesitzer*innen: Kommunen und Länder dürfen euren Profit nicht begrenzen, macht, was ihr wollt.

    Es ist nicht schwer zu verstehen, was dies für eine Stadt bedeutet, die bisher eigentlich gar keine Instrumente verwendet, um den Mietenwahnsinn wenigstens ein wenig zu begrenzen.

    Wenn aktuell mit dem Finger auf R2G in Berlin gezeigt wird, weil sie angeblich die Mieter*innen in der Stadt in der Stadt getäuscht hätten, dann können wir mit dem Finger auf genau die gleiche Koalition in Potsdam zeigen:

    Ihr habt es nicht einmal versucht.

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  • Die Dokumente zur Recherche I

    Auch für die akteuellen Recherchen haben wir wieder viele Dokumente gesammelt, Links und Webseiten (in Norwegen!) entdeckt und dort gelesen und Unterlagen eingesehen.

    Die wollen wir natürlich zum Nachlesen und weiter recherchieren gern der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

    Das Immobilienkonstrukt von Henrik Ulven

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  • Die Geschäftsmodell von Dahler & Company und Henrik Ulven in Potsdam

    … oder: Warum Umwandlungsverbote und Milieuschutz so wichtig sind.

    Wir bekamen Post von Mieter*innen und haben dazu recherchiert:

    Selbst im schwierigen Jahr 2020 hatten Mieter*innen in Potsdam Post in ihrem Briefkasten. Ein Immobilienmakler bot an, ihre Wohnung zu kaufen.

    Bitte?

    Mieter*innen besitzen in der Regel keine Wohnungen.
    Aber solche Schreiben machen Angst.
    Vor allem, wenn in der Nachbarschaft bereits Mietwohnungen als Eigentumswohnungen verkauft worden.

    Im Coronajahr 2020 bekamen wir vermehrt Mails und Infos von Mieter*innen, die genau dies erlebt haben.
    Deshalb wird es Zeit, dass in der Stadt Potsdam die Instrumente auf den Weg gebracht werden, die anderswo Umwandlungen in profitablere Eigentums – oder Möblierte Wohnungen wenigstens ein bisschen regulieren.

    Wir wollen zwei typische Fälle dokumentieren.

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  • Wie aus Grünflächen Bauland und für ein Anlageobjekt Wald gerodet wird

    Im Stadtteil Zentrum Ost in Potsdam werden Bäume gerodet.

    Für ein geplantes, bisher aber nicht genehmigtes Bauprojekt der BMP Immobilienentwicklung Berlin GmbH werden rund 3 ha des Wäldchens an der Nutheschnellstraße abgeholzt.

    Inzwischen gibt es mehrere Aufrufe, sich diesem Abholzung ausgerechnet in der „Klimahauptstadt“ Potsdam entgegenzustellen.
    Für Montag, den 15. Februar 2021 rufen Gegner*innen des Vorhabens zur „Schneeballschlacht gegen Kettensägen“.

    Zeit, sich mit dem Bauvorhaben näher zu beschäftigen.

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  • Finanzierungs- und Förderprobleme beim Bau der Garnisonkirche

    In der seit mehr als drei Jahrzehnten andauernden Kontroverse um den Wiederaufbau der Garnisonkirche stehen die inhaltlichen Fragen im Zentrum, jedoch sind auch Aspekte der Finanzierung immer wieder Teil der Auseinandersetzung. Die mangelhafte gesellschaftliche und demokratische Legitimierung des Projektes schlägt sich in seinen fortgesetzten Finanzierungsproblemen nieder. Das geringe Spendenaufkommen, fehlende Transparenz, widersprüchliche Angaben, anhaltende Finanzierungslücken und steigende Baukosten werfen dabei nicht nur politische, sondern auch haushalts- und förderrechtliche Fragen auf.

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  • Beirat der Garnisonkirche bröckelt – Teil 2: die polnische Perspektive fehlt

    Screenshot vom 03.20.21,

    Vor einigen Jahren gründete sich vollmundig der wissenschaftliche Beirat der Stiftung Garnisonkirche. Nicht ganz von selbst, sondern nur auf Druck der Öffentlichkeit, weil Stiftung und Förderverein nicht selbst in der Lage waren, ein inhaltliches Konzept für den angeblich „national bedeutsamen Prestigebau“ zu erstellen.

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  • Jahresrückblick 2020

    Eine andere Perspektive auf die Stadt

    Hauptthemen für das Bündnis Potsdam-Stadt-für-alle waren dieses Jahr: das Strandbad Babelsberg, das RAW-Projekt, das Thema Wohnen in Potsdam mit seinen zahlreichen Facetten und Problemen, die Garnisonkirche, das Rechenzentrum, das Klinikum und auch Corona.

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