Kategorie: Stadtmitte für alle

Stadtmitte für alle!

Hier werden wir die Kämpfe um die Stadtmitte von Potsdam dokumetieren.
Das ist notwendig.
Die kommunale Politik möchte eine „schöne“, barocke Kopie der Stadtmitte wieder aufbauen, unkritisch zu deren Geschichte, mit Privatisierung und unterstützt durch das Sponsoring von Neu – Reichen PotsdamerInnen.

Dem setzen viele Menschen eine Idee einer bunten, vielfältigen, von der Stadtgesellschaft nutzbaren Stadtmitte entgegen.

Hier sind sie organisiert:
http://stadtmittefueralle.de/

  • Kommentar zum Wahlk(r)ampf in Potsdam

    NICHT abgedruckter Leserbrief an die MAZ

    Leserbrief an die Märkische Allgemeine Zeitung, zum Artikel „Janny Armbruster kämpft für einen attraktiveren Nahverkehr“ vom 02.08.2018

    Das Interview mit Janny Armbruster macht es nochmal deutlich: Die Potsdamer Grünen stehen – entgegen dem historischen Selbstverständnis der Partei – für Abrisse und gegen eine behutsame Stadtentwicklung, die konstruktiv mit den Gegebenheiten der zentralen, identitätsstiftenden Orte der Stadt arbeiten würde. Aktuell haben sie ein wichtiges Etappenziel erreicht: Das Gebäude der Fachhochschule am Alten Markt ist nun vernichtet.

    Fehlt offenbar nur noch der Staudenhof, mit dem Armbruster nun doch (im Widerspruch zum vorherigen Bekenntnis für den Erhalt des Gebäudes) erneut ein Problem zu haben scheint, da er „nicht mehr in einer Höhe mit den neuen Wohnkarrees auf der Fläche des abgerissenen FH-Gebäudes“ stehe. Denn das wird sicherlich die Besessenheit einiger Potsdamer Ästheten, auch unter den Grünen, von der Wiederherstellung des barocken Stadtbildes stören. Doch damit nicht genug: Dass Frau Armbruster auf ihren Plakaten mit „Stadt für Alle – Was sonst“ wirbt, wirkt vor dem Hintergrund der teuren Stadtzerstörung, die in den vergangenen Jahren von den Vertretern ihrer Partei vorangetrieben wurde, ziemlich verlogen. Die besagten Wohnkarrees werden wohl mehrheitlich von wohlhabenden (Neu-)Potsdamern bezogen, zudem soll das Gebiet zu einem erheblichen Teil mit Gewerbeeinheiten bebaut werden. Kulturelle oder gar künstlerische Angebote sind nicht vorgesehen.

    Dabei hätten die Grünen die Chance gehabt, in 2016 den erfolgreichen Bürgerentscheid gegen die Abrisse anzunehmen und spätestens dieses Jahr den Abriss des FH-Gebäudes auszusetzen, um nochmal neu nachzudenken. Mit dem Gebäude gab es große Pläne: Eine Bürgerinitiative wollte dort mit Unterstützung von Trias-Stiftung und GLS-Bank günstige Räume für Kultur, Bildung, Wissenschaft, Sport und Wohnen schaffen und der Stadt das Gebäude für 6 Mio. Euro abkaufen. Als Kompromiss hätte man immer noch die Flächen entlang der Friedrich-Ebert-Straße neu bebauen können. Stattdessen wurde das Gebäude für teures Geld abgerissen und das Grundstück zu Festpreisen verscherbelt. Investoren dürfen sich freuen, wenn sie sich – nach nun folgenden 5 Jahren Dauerbaustelle – eine goldene Nase mit Anwaltskanzleien und Cappuccinos für 3,50 EUR verdienen werden.

    Wie geht es weiter mit den wenigen noch verbleibenden sozialen, kulturellen und künstlerischen Angeboten für den schmalen Taler in der Stadt? Rechenzentrum – Abriss in 5 Jahren zu Gunsten des Neubaus einer Kirchenkopie mit militaristischen und gar faschistischen Ehren, Minsk – Abriss oder Erhalt sind ungewiss, Freiland – das große Zittern beginnt, ob und für wie lange die Verträge verlängert werden. Auf Betreiben von Saskia Hüneke von Bündnis 90/ Die Grüne müssen auch das Strandbad Babelsberg und ein Segelverein mit einer 20 Kinder starken Jugendgruppe weichen, damit die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten einen historischen Fußweg im Park wiederherstellen kann.

    Fazit: Die Kolleginnen und Kollegen von Frau Armbruster aus der Stadtfraktion waren es, die gemeinsam mit SPD und CDU verhindert haben, dass in dem alten Fachhochschulgebäude eine wahre „Stadt für Alle“ entsteht! Und auch in Bezug auf einen weiteren Armbruster-Wahlspruch – „Kiez, Kultur und Kinder“ ist leider festzustellen: Frau Armbruster betreibt Augenwischerei im ganz großen Stil – und das ist noch diplomatisch ausgedrückt!

    Axel Dierich, Potsdam den 23.08.2018

  • Garnisonkirche – ein Goldenes Kalb für Potsdam

    Im Oktober 2017 fand (30 Jahre nach der Einweihung des Glockenspiels in einer Iserlohner Kaserne, welches als Startschuss des Wiederaufbaus der ehemaligen Hof- und Garnisonkirche gilt) ein Baustartgottesdienst an der Breiten Straße statt. Seither wurde eine Menge Beton und Geld im Sand versenkt. Verzögerungen, Mehrkosten und die Gier nach neuem, öffentlichem Geld sind projektimmanent.

    Die Öffentlichen Kassen subventionieren das Bauvorhaben direkt und indirekt. Zusätzlich tragen sie die Nebenkosten des „Götzenbildes“. Es ist das „Goldene Kalb“ derer, die vorrangig aus den alten Bundesländern auszogen, um Potsdam zu ihrem Preußen-Disney umzubauen.

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  • Für einen Neustart am Brauhausberg

    Reset!

    Das Ensemble am Brauhausberg gehört zu den prägenden Quartieren der Stadtmitte von Potsdam.
    Hier lässt sich exemplarisch beobachten, was eine schlechte und neoliberale Stadtpolitik anrichten kann und hier ist es notwendig und möglich, jetzt den „Resetknopf“ zu drücken:

    Für einen radikalen Neuanfang am Brauhausberg!

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  • Beutedemokratie

    … Wie in Potsdam das Geld verteilt wird

    Im Rechenzentrum haben die Kreativen und KünstlerInnen gerade eine Mieterhöhung von über 30 % verdauen müssen. Fast 30 NutzerInnen haben das Haus deshalb verlassen müssen. Irgendeine Art von öffentlicher Förderung – Fehlanzeige. Im Plan für den Neubau eines Kreativzentrums hat die Stadt extra festlagen lassen, dass sich ein solches Projekt selbst tragen muss.
    Gleichzeitig zeigen die Antworten auf eine Anfrage der Linken im Landtag, welche Summen die Stiftung Garnisonkirche in den letzten Jahren aus öffentlichen Förderungen erhalten hat – es sind Millionen. Darin nicht enthalten: Die Schenkung des Grundstücks von der Stadt Potsdam an die Stiftung, der Umbau der Breiten Straße für den geplanten Neubau u.s.w.

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  • Heimat / los

    Heimat???

    HIer mal ein Dankeschön an die PNN: Wir diskutieren tatsächlich die Wirkungen von Stadtentwicklung in Potsdam. Wir bekommen tatsächlich mal eine differenzierte Sicht auf emotionale, soziale und reale Wirkungen einer „Stadt von oben“.

    Nur der Begriff „Heimat“ stört.

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  • „Preußische Retroseligkeit“

    „Zweiter Frühling“ – Die Süddeutsche Zeitung zur Entwicklung der Potsdamer Mitte

    Mal wieder: Eine kritische, fundierte und differenzierte Analyse Potsdamer Stadtentwicklung – in der Süddeutschen Zeitung und nicht in MAZ oder PNN.

    Vielleicht liest das auch „das sogenannte neue Potsdamer Bürgertum …, sofern es in seinen styroporweißen Villen am Heiligen See nicht nur Tesla-Kataloge oder Buchattrappen in den Bibliotheken stehen hat.“ – um eine der vielen schönen Formulierungen zu zitieren:

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/ddr-architektur-zweiter-fruehling-1.4035748

     

  • Mal wieder: Wie andere Potsdam sehen

    FAZ Sonntagszeitung: „Besuchen Sie Potsdam, solange es noch steht!“

    Wieder einmal haben bekannte überregionale Medien eine andere Sicht auf die Entwicklung in der Potsdamer Mitte.

    Aber lest einfach selbst:

    20180701_F.A.S._Seite 66

  • Pressemitteilung des Bündnisses „Stadtmitte für alle“

    Wir dokumentieren: Pressemitteilung des Bündnisses „Stadtmitte für alle“ zum ersten Prozess gegen einen Besetzer der Fachhochschule Potsdam

    Gerichtstermin in der kommenden Woche – Besetzer der FH angeklagt
    Am kommenden Dienstag, den 12.06.2018, steht erstmals ein damaliger Besetzer des Fachhochschulgebäudes vor Gericht. Ihm wird Widerstand

    gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.

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  • Kreative und KulturaktivistInnen kritisieren Beschlussvorlage der Stadt

    Kreative und KulturaktivistInnen kritisieren Beschlussvorlage der Stadt

    Wir dokumentieren alle 4 Erklärungen der Kreativen, KulturaktivistInnen und Menschen aus dem Rechenzentrum zur Beschlussvorlage der Stadtverwaltung über die Zukunft eines Kreativquartiers in Potsdam!

    Auch hier fällt eine Entscheidung bei der SVV am 6. Juni 2018!

    Sprecherinnenrat_RZ_ Stellungnahme Beschlussvorlage Kultur- und Kreativzentrum

    RfKK_Stellungnahme Beschlussvorlage Kultur- und Kreativzentrum

    Der Verein zur Freundlichen Übernahme des Rechenzentrums

    Kulturlobby_Stellungnahme Beschlussvorlage Kultur- und Kreativzentrum

  • Zustände wie in der Weimarer Republik …

    … hat die PNN heute analysiert.

    Die Kritik des Bündnisses „Stadtmitte für alle“ an der Mauschelei bei der Erarbeitung der Beschlussvorlage zur Gestaltung eines neuen „Kreativ Quartiers“ nahm man in der Tageszeitung zum Anlass, um festzustellen:

    “ Kritik von links und rechts am erzielten Kompromiss für das Kreativhaus Rechenzentrum: Sowohl das linksalternative Bündnis „Stadtmitte für alle“, als auch die rechtspopulistische AfD haben nun in Mitteilungen die Pläne der Stadt für einen Fortbestand des Baus in der Breiten Straße bis Ende 2023 sowie den danach geplanten Ersatzbau gegeißelt.“

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