Kategorie: Studien

Unsere Analysen der Situation in Potsdam beruhen auf Studien und wissenschaftlichen Veröffentlichen zur kritischen Stadtentwicklung. Hier stellen wir wichtige Studien von Stiftungen, Instituten oder der Immobilienwirtschaft vor. Sie zeigen die Entwicklung Potsdams zur teuersten Stadt in den neuen Bundesländern, analysieren den Immobilienmarkt, stellen kritische Sichtweisen auf die historierende Stadtentwicklung vor.

  • Finanzierungs- und Förderprobleme beim Bau der Garnisonkirche

    In der seit mehr als drei Jahrzehnten andauernden Kontroverse um den Wiederaufbau der Garnisonkirche stehen die inhaltlichen Fragen im Zentrum, jedoch sind auch Aspekte der Finanzierung immer wieder Teil der Auseinandersetzung. Die mangelhafte gesellschaftliche und demokratische Legitimierung des Projektes schlägt sich in seinen fortgesetzten Finanzierungsproblemen nieder. Das geringe Spendenaufkommen, fehlende Transparenz, widersprüchliche Angaben, anhaltende Finanzierungslücken und steigende Baukosten werfen dabei nicht nur politische, sondern auch haushalts- und förderrechtliche Fragen auf.

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  • Jahresrückblick 2020

    Eine andere Perspektive auf die Stadt

    Hauptthemen für das Bündnis Potsdam-Stadt-für-alle waren dieses Jahr: das Strandbad Babelsberg, das RAW-Projekt, das Thema Wohnen in Potsdam mit seinen zahlreichen Facetten und Problemen, die Garnisonkirche, das Rechenzentrum, das Klinikum und auch Corona.

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  • „Soldaten sind Mörder!“

    Potsdamer Mahnungen; von Tucholsky bis Neitzel

    Diese Erkenntnis ist so alt und richtig, wie es Kriege gibt. Heute müsste es selbstverständlich „Soldat*innen sind Mörder*innen“ heißen.  Zum ersten Mal hatte Tucholsky 1931 diese Provokation  in der Zeitschrift „Die Weltbühne“ publiziert. Die roten Hefte waren ein Potsdamer Produkt in der Weimarer Zeit gegen den weit verbreiteten, militaristischen Geist von Potsdam.*1

    Gestern (02.Nov.2020) wurde das Buch „Deutsche Krieger: Vom Kaiserreich zur Berliner Republik“ des Historikers Sönke Neitzel veröffentlicht (Professor an der Uni Potsdam). Eine 800 Seiten umfassende Studie, in der Neitzel die deutsche „Kriegskultur“ vom 19. Jahrhundert bis heute untersucht und dabei die Frage stellt, was ein Leutnant des Kaiserreichs, ein Offizier der Wehrmacht und ein Zugführer der Bundeswehr in Kunduz-Einsatz gemein haben.

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  • EINE Stadt für alle?

    Wir dokumentieren eine Genderanalyse des Potsdamer Wohnungswesens

    Ein Teil der Fragen, auf die die Analyse eine Antwort sucht oder gibt.

    Gendergerechtes Wohnen geht einher mit der Forderung des bezahlbaren Wohnens.  Mehrheitlich Frauen zahlen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete. Die Benachteiligung von Frauen wird bei den Haushalten, die 50 Prozent oder mehr des Einkommens für die Miete verwenden müssen, besonders deutlich. Hier sind doppelt so viele Frauen betroffen wie Männer.  Vor allem alleinerziehende und ältere, alleinstehende Frauen haben ein erhöhtes Armutsrisiko und brauchen günstige Wohnungen.

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  • Geht energetische Sanierung ohne Verdrängung?

    Eine neue, spannende Studie der Rosa – Luxemburg – Stiftung …

    … zeigt dies an vielen guten Beispielen.
    Und beweist gleichzeitig, wie unsinnig das Argument ist, das energetische Sanierungen zwangsläufig zu viel höheren Mieten führen.
    Oder umgedreht, durch einen Mietendeckel diese wichtige Klimaschutzmaßnahme nicht mehr möglich wäre.

    Hier könnt Ihr die Studie lesen und herunterladen:

  • Neue Studie der R. Luxemburg – Stiftung

    Profitmaximierer oder verantwortungsvolle Vermieter?

    Auch, wenn die Studie die wichtigsten Immobilienkonzerne in Berlin beleuchtet, ist sie für Potsdam ganz wichtig. Mit der Deutschen Wohnen, Vonovia und – was viele gar nicht auf dem Schirm haben – der TAG (Waldstadt, Stern, Eiche) haben wir die ganz Großen der Branche auch in Potsdam. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirche vermietet nicht nur Wohnungen, sondern spendet (wie wir berichtet haben) die Mieteinnahmen auch mal an die Stiftung Garnisonkirche.
    Aber lest einfach selbst:

  • Gutachten: Länder können Mietpreisgrenzen festlegen!

    Wir dokumentieren: A. Holm analysiert das sensationelle Gutachten von Peter Weber

    Bisher war dies das „Totschlagargument“ schlechthin: „Mietrecht ist Bundesrecht. Da können wir leider gar nichts machen.“
    Nun zeigt ein Gutachten des Juristen Peter Weber mit dem Titel: »Mittel und Wege landeseigenen Mietpreisrechts in angespannten Wohnungsmärkten« – es geht auch anders!
    Nach dessen verfassungsrechtlicher Expertise können Länder selbst die Mietpreise begrenzen – im Bestand, im Neubau und auch mit Eingriffen in privatrechtliche Unternehmen.
    Hier kann die Analyse nachgelesen werden:

    Bundesländer können eigene Mietpreisbegrenzungen festlegen

  • Gemeinschaftlich wohnen in Potsdam …

    … und anderswo: Neue Studien ergeben einen klaren Trend

    In den letzten Jahren gab es in vielen Städten einen unglaublichen Boom von Projekten gemeinschaftlichen Wohnens. Auch in Potsdam ist das spürbar. Das Interesse am sozialen Miteinander ist gestiegen, die Motivation angesichts steigender Mieten und Spekulation mit Immobilien immer größer geworden.

    Klar ist aber auch, nicht jedes Konzept von Gemeinschaftswohnen hat einen sozialen, solidarischen Charakter. Sogenannte „Baugruppen“, wo sich Menschen zusammentun, um günstiger an die Eigentumswohnung zu kommen, haben damit recht wenig zu tun.

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  • „In zehn Jahren sind unsere Städte komplett zerstört“

    … sagt der Tourismusmanager Stephan Hodes

    In einem bemerkenswerten Interview im Tagesspiegel hat er den wachsenden Städtetourismus kritisiert.
    Das komplette Interview:
    https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/tourismusmanager-warnt-vor-overtourism-in-zehn-jahren-sind-unsere-staedte-komplett-zerstoert/23647312-all.html

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  • Warum Potsdam zu den Städten mit den höchsten Mieten zählt

    Wieder eine Studie und wieder das gleiche Ergebnis:

    Nach dem sogenannten „Wohnpreisspiegel“ des Immobilienverbandes Deutschland zählt Potsdam zu den „Top ten der teuersten Städte des Landes“.
    Wer die Stadtpolitik hier verfolgt hat, den wird dies kaum verwundern. Bereits einige Tage vorher kam der „Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland“ zum gleichen Ergebnis. Dort kam Potsdam mit einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 12,88 €/m² sogar unangefochten auf Platz 1. Bei der neusten Studien landet die Stadt gemeinsam mit Hamburg auf Platz 9 mit 10 €/ m² bei Wohnungen mit „durchschnittlichen Wohnwert“ bis zu 14 €/ m² bei Wohnungen mit „gutem Wohnwert“.

    Hier wollen wir noch einmal versuchen, alle wichtigen Ursachen zusammen zu fassen.

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