Kategorie: Wem gehört Potsdam?

Hier veröffentlichen wir regelmäßig Recherchen über Immobilieninvestor*innen, Eigentumsverhältnisse, globale Verflechtungen und das Agieren von Immobilienfirmen.

  • Die Geschäftsmodell von Dahler & Company und Henrik Ulven in Potsdam

    … oder: Warum Umwandlungsverbote und Milieuschutz so wichtig sind.

    Wir bekamen Post von Mieter*innen und haben dazu recherchiert:

    Selbst im schwierigen Jahr 2020 hatten Mieter*innen in Potsdam Post in ihrem Briefkasten. Ein Immobilienmakler bot an, ihre Wohnung zu kaufen.

    Bitte?

    Mieter*innen besitzen in der Regel keine Wohnungen.
    Aber solche Schreiben machen Angst.
    Vor allem, wenn in der Nachbarschaft bereits Mietwohnungen als Eigentumswohnungen verkauft worden.

    Im Coronajahr 2020 bekamen wir vermehrt Mails und Infos von Mieter*innen, die genau dies erlebt haben.
    Deshalb wird es Zeit, dass in der Stadt Potsdam die Instrumente auf den Weg gebracht werden, die anderswo Umwandlungen in profitablere Eigentums – oder Möblierte Wohnungen wenigstens ein bisschen regulieren.

    Wir wollen zwei typische Fälle dokumentieren.

    (mehr …)
  • Hurra, die Hohenzollern ziehen ab!

    500 Jahre Fremdbestimmung und 100 Jahre Parallelgesellschaft könnten ein Ende haben! Die in Kunst gegossene Selbstdarstellung und Überhöhung der Hohenzollern sollen laut Medienberichten ein Ende haben. Im Vermögenskonflikt um Kunstschätze und Entschädigungen drohen die Hohenzollern mit dem Abzug von Leihgaben aus öffentlichen Museen in Berlin und Brandenburg. Das geht aus einem Brief hervor, den Jürgen Aretz, Verhandlungsführer des Ururenkels des letzten deutschen Kaisers, vergangene Woche an die Brandenburger Ministerinnen Lange (Finanzen) und Schüle (Kultur) – beide SPD – schickte.

    (mehr …)
  • Lebensräume statt Wohnalpträume

    Circa 50 Aktivist*innen haben sich heute morgen bei klirrender Kälte zu einer Aktion gegen die Willkür der Stadtverwaltung im Nuthewäldchen eingefunden. Sie fordern den Stopp der Fällarbeiten. Zu dem Protest hatten mehrere Gruppen aufgerufen, darunter „Fridays for Future“ und „Extinction Rebellion“, die Bürgerinitiative Nutheschlange und die Wählergruppe DIE aNDERE. Sie kritisieren, u.a. dass das Wäldchen ohne gültigen Bebauungsplan gerodet wird und dass mit dem Projekt den Klimaschutzbestrebungen der Stadt zu wieder gehandelt wird.

    (mehr …)
  • Wir sind noch da!

    Die Potsdamer Kunst- und Kulturszene ist noch da! Ein Jahr nach dem ersten Lockdown am 13. März 2020 wird es einen Aktionstag geben. Kulturinstitutionen, freiberufliche Künstlerinnen aus allen Sparten und kulturelle Vereine setzen ein Zeichen für die Kunst und Kultur in Potsdam und weisen damit auf die Vielfalt, die Relevanz und die Notwendigkeit von Kunst und Kultur in der Gesellschaft hin. Potsdam braucht Kunst und Kultur für die öffentliche Auseinandersetzung ….

    (mehr …)
  • Wie aus Grünflächen Bauland und für ein Anlageobjekt Wald gerodet wird

    Im Stadtteil Zentrum Ost in Potsdam werden Bäume gerodet.

    Für ein geplantes, bisher aber nicht genehmigtes Bauprojekt der BMP Immobilienentwicklung Berlin GmbH werden rund 3 ha des Wäldchens an der Nutheschnellstraße abgeholzt.

    Inzwischen gibt es mehrere Aufrufe, sich diesem Abholzung ausgerechnet in der „Klimahauptstadt“ Potsdam entgegenzustellen.
    Für Montag, den 15. Februar 2021 rufen Gegner*innen des Vorhabens zur „Schneeballschlacht gegen Kettensägen“.

    Zeit, sich mit dem Bauvorhaben näher zu beschäftigen.

    (mehr …)
  • Brandenburg und der Hohenzollernstreit

    Am 19.01.2020 fand eine Online-Diskussion zum Thema statt. Die Landtagsfraktion der LINKEN stimmte sich und die Webgemeinde auf die Anhörung im Landtag am Folgetag ein. „Nach der Enteignung der Adelsfamilie wegen ihrer Mitverantwortung für die NS-Herrschaft im Land Brandenburg 1945 befinden sich die ehemaligen Schlösser und Gärten der Hohenzollern in öffentlicher Hand. Sie wurden restauriert, gepflegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

    (mehr …)
  • Zurück in die Vergangenheit

    die neue Potsdamer Bodenpolitik ist eher ein Schritt zurück

    Wir dokumentieren:

    Stellungnahme des Netzwerkes „Stadt für alle“ und der Beratungsgruppe des Mietshäusersyndikats zur Ausschreibung der ProPotsdam GmbH in der Lenne`- Straße.

    In Potsdam wird seit einigen Monaten intensiv über eine neue Bodenpolitik diskutiert.
    Am Beispiel der Ausschreibung der ProPotsdam GmbH für ein Grundstück in der Lenne´ – Straße 54/ 55 zeigt sich nun – nichts hat sich geändert.

    (mehr …)
  • Das nächste soziale Gemeinschaftsprojekt scheitert

    Wir dokumentieren:

    Eine gemeinsame Stellungnahme von:
    Projektgruppe Das Blaue L & Wohnungsgenossenschaft Sanssouci Süd i.G.

    Kein Soziales Wohnungsunternehmen

    Wie die städtische ProPotsdam GmbH gemeinschaftliches Wohnen systematisch verhindert am Beispiel der Lennéstr. 54 und 55

    Zur Schaffung lebenswerter Städte ist eine soziale Durchmischung, sprich der Kampf gegen zu hohe Mieten notwendig. Ein Blick auf das tatsächliche Agieren von städtischen Unternehmen und entsprechenden Verantwortlichen in Verwaltung und Politik zeigt jedoch, dass genau in die gegenteilige Richtung gesteuert wird. Ein Beispiel aus dieser unsozialen Praxis ist die Grundlage dieses Textes. Wir möchten damit erläutern, warum wir uns nicht auf eine Ausschreibung der ProPotsdam GmbH für die Vergabe in Erbbaupacht der Lennéstraße 54 und 55 in Potsdam bewerben werden.

    (mehr …)
  • Subtexte der Potsdamer Stadtgeschichte

    Wir dokumentieren:

    Start der Crowdfundingkampagne von „SUB.TEXTE – Kampf um Freiräume“ für den Dokumentarfilm über die Potsdamer Sub- und Alternativkultur seit der 1990er-Jahre.

    Ab sofort bis zum 15.02.2021 ist die Crowdfundingkampagne der Projektgruppe des Studiengangs Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam „SUB.TEXTE – Kampf um Freiräume“ online und sammelt über Startnext Spenden für ihren Dokumentarfilm. Darin werden die Entwicklung der alternativ- und subkulturellen Projekte und Initiativen in Potsdam, die unter anderem aus den Protesten und Hausbesetzungen der 1990er-Jahre entstanden sind, thematisiert.

    Die Projektgruppe des Studiengangs Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam wollen eine andere Sichtweise auf Potsdam ermöglichen, indem sie die Geschichte der Proteste seitens der Besetzer*innen aber auch durch beispielsweise Vertreter*innen der Stadt darstellen. Mithilfe von Zeitzeug*innen wollen sie den weiteren Generationen einen Einblick in diese Historie geben. Im Frühjahr soll ihr Dokumentarfilm auf einer kostenlosen Filmpremiere erstmals veröffentlicht werden. Danach wird er für alle online-kostenlos verfügbar sein. Ihr Ziel ist es, einen Diskurs über den zukünftigen Umgang mit subkulturellen Zentren anzuregen.

    Für die Umsetzung ihrer Dokumentation sind sie auf Spenden angewiesen. Auf Startnext rufen sie zum Spenden auf und bieten besondere Dankeschöns. Sie benötigen insgesamt 3000€ für ihre Projektumsetzung, um einer fairen Produktion nachzukommen.

    Hier der Link zur Kampagne: https://www.startnext.com/subtexte-kampf-um-freiraeume

    Weitere Informationen zu dem Projekt von „SUB.TEXTE – Kampf um Freiräume“ finden Sie unter: https://sub-texte.wixsite.com/potsdam Oder auf Facebook und Instagram unter „sub.texte“.

  • COMÚN #4 ist erschienen

    Magazin für Stadtpolitische Interventionen

    Titelseite der 4. Ausgabe

    Willkommen in der Común ‚4! Setzt euch doch erstmal. Genießt noch kurz die Stille, wenn ihr von hier aus gleich losgeht , wird es schnell lauter, aufregender und bunter. …“ So beginnt die 4 Ausgabe der noch jungen Zeitschrift. Común – Magazin für stadtpolitische Interventionen (comun-magazin.org)

    Auf den Seiten 4 und 5 gibt es eine stadtpolitische Vorstellungsrunde. Diesmal sind es die Gruppen „Recht auf Stadt Regensburg“ und das Netzwerk „Stadt für alle“ Potsdam.

    Wir sind viele – jederorts

    Lesenswert!!! Nicht nur die Vorstellungsrunde, sondern das gesamte Heft!

    Nicht vergessen: LESEN bildet! Bildet euch und eure Interessengruppen! Vernetzt euch und interveniert. Auch 2021!