von Carsten Linke
Mehr als 40 Jahre lang haben Menschen aus der gesamten Bundesrepublik im Wendland protestiert. Nun endlich soll das Erkundungsbergwerk zur Endlagerung von Atommüll in Gorleben stillgelegt werden. Oft genug haben Wissenschaftler*innen gewarnt, dass dieses Milliardengrab* nicht als Endlager geeignet ist. Doch die Konservativen blieben über Jahrzehnte stur. Ausgesucht wurde der Ort ohnehin nur wegen seiner Lage im Zonenrandgebiet und einer strategischen Option. Denn wenn etwas schiefgeht im Schacht, trifft es auch bzw. vor allem den Osten, die damalige DDR.
Am 25. April 1995, dem sogenannten „Tag X“ wurde zum ersten Mal hochradioaktives Material in Castor-Behältern ins Zwischenlager Gorleben transportiert. Es kommt zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten, auch zahlreichen Potsdamer*innen.
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