Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn!
Unter diesem Motto werden am Samstag, den 6. April 2019 in Europa Zehntausende Menschen auf die Straße gehen – auch in Potsdam!
Wir dokumentieren die gemeinsame Presseerklärung des Bündnisses:
Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn!
Unter diesem Motto werden am Samstag, den 6. April 2019 in Europa Zehntausende Menschen auf die Straße gehen – auch in Potsdam!
Wir dokumentieren die gemeinsame Presseerklärung des Bündnisses:
Es ist gar nicht schwer – nur richtig teuer.
Wer in Potsdam nach Möblierten Wohnungen auf Zeit sucht, wird sehr schnell fündig.
Der Trend, normale Mietwohnungen in solche „Möblierte Wohnungen“ umzuwandeln, die dann befristet vermietet werden, ist längst auch in Potsdam angekommen.
Zuletzt hatten mehrere Berliner Zeitungen darüber berichtet:
https://interaktiv.tagesspiegel.de/wem-gehoert-berlin/artikel/moebel-statt-mietpreisbremse/
Wir dokumentieren: A. Holm analysiert das sensationelle Gutachten von Peter Weber
Bisher war dies das „Totschlagargument“ schlechthin: „Mietrecht ist Bundesrecht. Da können wir leider gar nichts machen.“
Nun zeigt ein Gutachten des Juristen Peter Weber mit dem Titel: »Mittel und Wege landeseigenen Mietpreisrechts in angespannten Wohnungsmärkten« – es geht auch anders!
Nach dessen verfassungsrechtlicher Expertise können Länder selbst die Mietpreise begrenzen – im Bestand, im Neubau und auch mit Eingriffen in privatrechtliche Unternehmen.
Hier kann die Analyse nachgelesen werden:
Wieder eine Studie und wieder das gleiche Ergebnis:
Nach dem sogenannten „Wohnpreisspiegel“ des Immobilienverbandes Deutschland zählt Potsdam zu den „Top ten der teuersten Städte des Landes“.
Wer die Stadtpolitik hier verfolgt hat, den wird dies kaum verwundern. Bereits einige Tage vorher kam der „Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland“ zum gleichen Ergebnis. Dort kam Potsdam mit einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 12,88 €/m² sogar unangefochten auf Platz 1. Bei der neusten Studien landet die Stadt gemeinsam mit Hamburg auf Platz 9 mit 10 €/ m² bei Wohnungen mit „durchschnittlichen Wohnwert“ bis zu 14 €/ m² bei Wohnungen mit „gutem Wohnwert“.
Hier wollen wir noch einmal versuchen, alle wichtigen Ursachen zusammen zu fassen.
… Anlageobjekt Stadt: Ein Interview und „alte“ Beiträge in „Hallo Potsdam“
Im Tagesspiegel vom 16.10.2018 gab es ein bemerkenswertes Interview mit dem Architekten Markus Appenzeller zur Stadtentwicklung im Allgemeinen und zum Wohnungsmarkt als Anlageobjekt konkret.
Hier ein paar Zitate, die mensch sehr leicht auch auf Potsdam anwenden kann:
Ein Bericht von Andrzej Kraijnik
Am 20. September fand in Berlin das Wohnungspolitische Forum statt. Gegen die Interessen der Immobilienlobby, die man durchaus mit den Interessen der bundes-regierenden Parteien gleichsetzen kann, wurden hier Konzepte erarbeitet, mit denen die Spekulation eingedämmt und das Risiko des Wohnungsverlustes gemindert werden kann. Gerade für Potsdam wären solche Konzepte hilfreich. Hat sich hier der Effekt des „reichen Nordens“ und des „armen Südens“ für dessen Benennung seinerzeit Oberbürgermeister Platzeck schon viel Kritik einstecken mußte, unter seinem Nachfolger Jakobs doch politisch gewollt weiter verstärkt und beschleunigt.
Wir dokumentieren:
Aufruf für eine Politik, die Wohnraum für alle schafft!
Gemeinsam gegen Spaltung, Verdrängung und Wohnungslosigkeit – bezahlbarer Wohnraum für alle statt mehr Rendite für wenige.
der „Sternfahrt“:
In die Sterne gucken, Sterni trinken, irgendwann Sterne sehen… auf unserer Reise durchs abrisswütige Potsdam. Auf zur subversiven Sternfahrt!
Die Wahlen haben mal wieder nichts verändert. Der Neue is wie der Alte. Mit der Entscheidung fürs Minsk haben sie dann aber doch lieber bis nach der Wahl gewartet. Hätte Stimmen kosten können! Aber jetzt is wieder alles egal. Ach nee, nächstes Jahr is ja noch Kommunalwahl. Aber naja, sone Jahrhundertaufgabe, is halt auch nicht ausm Ärmel geschüttelt. Das verstehn dann erst die nächsten Generationen, wir nicht. Billige Mieten, was sind das auch für weltliche Probleme, angesichts des Gesamtkunstwerks in dem wir leben dürfen! Da kann man schon ma ne Mark mehr locker machen. Überhaupt dieses Rumgemecker! Ich hab gelesen, dass hier alle glücklich sind: so viel Seen gibt’s sonst nirgends und die können se uns nicht wegnehmen. Naja, son bisschen in Griebnitzsee vielleicht. Aber das is ja auch nur Sozialneid. Die haben hart gearbeitet, damit sie uns den Uferweg wegnehmen können, die Kirschs und so. Außerdem scheint in dieser Stadt immer die preußische Sonne und Hasso Plattner ist Ehrenbürger und hat uns gleich noch seine private Kunstsammlung mitgebracht. Die dürfen wir jetzt in seinem Fake-Palais bestaunen, gleich neben dem Fake-Schloß. Und bald gibt’s noch mehr davon. Ein hoch auf betonierte Eintönigkeit! Kurz war‘s ja mal interessant, zwischen Altneubauten und Neualtbauten. Da schlugen förmlich die Blitze hin und her, soviel Spannung war da. Aber was ist eigentlich aus diesen Sternen geworden? Ihr wisst schon, diese so schicken und doch auf‘s Wesentliche konzen-trierten Wandteile? Vielleicht machen wir uns mal auf die Suche. Könnte sein, dass irgendwer den Sekt kalt gestellt, oder nen Kuchen gebacken hat… Vielleicht spielt noch ne Band irgendwo!? Und diese Hausbesetzer feiern wohl auch nen runden Geburtstag!
Kommt alle! mit Fahrrad am 29.09.2018 um 13:30 Uhr in die Tuchmacherstr. 8, Babelsbergbeach. Und dann heißt‘s: Ab durch die Stadt!
Großdemo in Potsdam: „Stadt für alle!“
Am Wochenende der Oberbürgermeisterwahlen hat die kritische Stadtgesellschaft ein eindrucksvolles Signal an alle OB – KandidatInnen gesendet: Egal, wer gewählt wird, rechnet mit dem Widerstand gegen Privativiserung, barocken Stadtumbau, die Zerstörung von Freiräumen und eine zerstörerische Verkehrs – und Klimapolitik!
… Wie in Potsdam das Geld verteilt wird
Im Rechenzentrum haben die Kreativen und KünstlerInnen gerade eine Mieterhöhung von über 30 % verdauen müssen. Fast 30 NutzerInnen haben das Haus deshalb verlassen müssen. Irgendeine Art von öffentlicher Förderung – Fehlanzeige. Im Plan für den Neubau eines Kreativzentrums hat die Stadt extra festlagen lassen, dass sich ein solches Projekt selbst tragen muss.
Gleichzeitig zeigen die Antworten auf eine Anfrage der Linken im Landtag, welche Summen die Stiftung Garnisonkirche in den letzten Jahren aus öffentlichen Förderungen erhalten hat – es sind Millionen. Darin nicht enthalten: Die Schenkung des Grundstücks von der Stadt Potsdam an die Stiftung, der Umbau der Breiten Straße für den geplanten Neubau u.s.w.