Kategorie: Garnisonkirche & Rechenzentrum

Nach dem Abriss der Fachhochschule konzentriert sich die Auseinandersetzung um die Stadtmitte auf einen ganz zentralen Konflikt Potsdamer Stadtentwicklung: Bleibt das Rechenzentrum als Symbol von Kreativität, Selbstbestimmung und Widerständigkeit oder entsteht die alte Garnisonkirche als Symbol für Militarismus, Krieg und Rechtsextremismus wieder?
Unsere Autor*innen erzählen vom „Lernort Garnisonkirche“, von den vielen Aktionen der BI „Für ein Potsdam ohne Garnisonkirche“ und haben quasi nebenbei ein Geschichtsbuch darüber geschrieben, welche Epoche warum die Stadtmitte von Potsdam dominieren sollte.

  • Garnisonkirche – ein Goldenes Kalb für Potsdam

    Im Oktober 2017 fand (30 Jahre nach der Einweihung des Glockenspiels in einer Iserlohner Kaserne, welches als Startschuss des Wiederaufbaus der ehemaligen Hof- und Garnisonkirche gilt) ein Baustartgottesdienst an der Breiten Straße statt. Seither wurde eine Menge Beton und Geld im Sand versenkt. Verzögerungen, Mehrkosten und die Gier nach neuem, öffentlichem Geld sind projektimmanent.

    Die Öffentlichen Kassen subventionieren das Bauvorhaben direkt und indirekt. Zusätzlich tragen sie die Nebenkosten des „Götzenbildes“. Es ist das „Goldene Kalb“ derer, die vorrangig aus den alten Bundesländern auszogen, um Potsdam zu ihrem Preußen-Disney umzubauen.

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  • Beutedemokratie

    … Wie in Potsdam das Geld verteilt wird

    Im Rechenzentrum haben die Kreativen und KünstlerInnen gerade eine Mieterhöhung von über 30 % verdauen müssen. Fast 30 NutzerInnen haben das Haus deshalb verlassen müssen. Irgendeine Art von öffentlicher Förderung – Fehlanzeige. Im Plan für den Neubau eines Kreativzentrums hat die Stadt extra festlagen lassen, dass sich ein solches Projekt selbst tragen muss.
    Gleichzeitig zeigen die Antworten auf eine Anfrage der Linken im Landtag, welche Summen die Stiftung Garnisonkirche in den letzten Jahren aus öffentlichen Förderungen erhalten hat – es sind Millionen. Darin nicht enthalten: Die Schenkung des Grundstücks von der Stadt Potsdam an die Stiftung, der Umbau der Breiten Straße für den geplanten Neubau u.s.w.

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  • Heimat / los

    Heimat???

    HIer mal ein Dankeschön an die PNN: Wir diskutieren tatsächlich die Wirkungen von Stadtentwicklung in Potsdam. Wir bekommen tatsächlich mal eine differenzierte Sicht auf emotionale, soziale und reale Wirkungen einer „Stadt von oben“.

    Nur der Begriff „Heimat“ stört.

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  • „Preußische Retroseligkeit“

    „Zweiter Frühling“ – Die Süddeutsche Zeitung zur Entwicklung der Potsdamer Mitte

    Mal wieder: Eine kritische, fundierte und differenzierte Analyse Potsdamer Stadtentwicklung – in der Süddeutschen Zeitung und nicht in MAZ oder PNN.

    Vielleicht liest das auch „das sogenannte neue Potsdamer Bürgertum …, sofern es in seinen styroporweißen Villen am Heiligen See nicht nur Tesla-Kataloge oder Buchattrappen in den Bibliotheken stehen hat.“ – um eine der vielen schönen Formulierungen zu zitieren:

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/ddr-architektur-zweiter-fruehling-1.4035748

     

  • Aufruf zum Aufstand!

    Aufruf zum Aufstand!

    Plakat_Aufstand_B2

    Am Samstag, den 9. Juni 2018 stehen wir gemeinsam auf!
    Gegen Abrisswut und Ausverkauf!
    Für eine „Stadt für alle“!
    Gegen das Wahnsinnprojekt Garnisonkirche!
    Für Freiland, Rechenzentrum und Minsk!
    Gegen Mietwucher!
    Für Mitbestimmung!

    Wir sehen uns zum Aufstand: Samstag, 9. Juni 2018, 16.00 Uhr Alter Markt!

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  • Zustände wie in der Weimarer Republik …

    … hat die PNN heute analysiert.

    Die Kritik des Bündnisses „Stadtmitte für alle“ an der Mauschelei bei der Erarbeitung der Beschlussvorlage zur Gestaltung eines neuen „Kreativ Quartiers“ nahm man in der Tageszeitung zum Anlass, um festzustellen:

    “ Kritik von links und rechts am erzielten Kompromiss für das Kreativhaus Rechenzentrum: Sowohl das linksalternative Bündnis „Stadtmitte für alle“, als auch die rechtspopulistische AfD haben nun in Mitteilungen die Pläne der Stadt für einen Fortbestand des Baus in der Breiten Straße bis Ende 2023 sowie den danach geplanten Ersatzbau gegeißelt.“

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  • Versöhnung?

    Versöhnung bei den Garnisonskirchlern  – endlich mal ein Papier dazu?!

    Carsten Linke/ 23.05.2018

    In einem Beitrag der PNN beschreibt die Stiftung Garnisonkirche heute erstmals Themenfelder für ihr geplantes „Versöhnungszentrum“ in der Turmkopie des ehemaligen Militär- und Kriegstempels:   Garnisonkirche Potsdam. Am Dienstag nächster Woche wollen die Verantwortlichen ihr Projekt im Detail vorstellen.

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  • Anmerkungen zur geplanten Inschrift am Turm der neuen Garnisonkirche

    Anmerkungen zur geplanten Inschrift1 am Turm der neuen Garnisonkirche

    von Carsten Linke

    Der Wunsch nach Frieden ist allgegenwärtig.

    Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Kein normaler Mensch wünscht sich Krieg. Für Frieden sein, ist universell.

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  • Es geht nicht nur um den Handschlag!

    Es geht nicht nur um den Handschlag am „Tag von Potsdam“

    Was in den Diskussionen in Potsdam gern vergessen wird: Es geht nicht darum, Geschichte auf einen Tag, auf eine Epoche, auf ein Ereigniss zu beschränken. Die Geschichte dieser Stadt und vieler Gebäude sind unzurtrennlich mit Militarismus, mit Menschenverachtung, autoritäten Systemen und Ausbeutung verbunden.

    Hier ist ein Beispiel zur Geschichte der Garnisonkirche:

    Gotteskrieger

  • Wer, warum eine neue Militärkirche in Potsdam ablehnt!

    Der Versuch eines Wiederaufbaus einer Kopie der Garnisonkirche hat in Potsdam und in ganz Deutschland für viel Protest und Widerspruch gesorgt.

    Wir dokumentieren hier verschiedene Initiativen und Positionen gegen diesen Wiederaufbau:

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